Idee

Die europäische Dimension im Bereich der Frühpädagogik, der Vergleich unterschiedlicher Frühpädagogik-Systeme und der Umgang mit vielfältigen Kulturen ist leider kaum Inhalt der Aus- und Fortbildung von ErzieherInnen.

Das vorliegende Projekt hat es sich zur Zielsetzung gemacht, die Integration der europäischen Dimension in das Lehren und Lernen im Bereich der vorschulischen Bildung zu intensivieren und systematisch zu verstetigen.

In fünf Modellregionen in Niedersachsen und drei internationalen Partnerregionen werden MultiplikatorInnen als „Europabeauftragte in der frühkindlichen Bildung“ ausgebildet. Die ausgebildeten „Europabeauftragten“ nutzen ihr erworbenes Wissen und ihre regionalen Frühpädagogik-Strukturen, um an ihren Standorten passgenaue und an der Zielgruppe orientierte Sensibilisierungs- und Fortbildungsangebote für ErzieherInnen aus der Praxis durchzuführen.

In einer internationalen Abschlusskonferenz für Bildungsexperten aus der Frühpädagogik werden die Ergebnisse der Sensibilisierungsworkshops einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt und in einer Expertise zum Thema zusammengefasst.

Für die Praxis der frühpädagogischen Einrichtungen (Kitas, Vorschulen) werden die Erfahrungen und Ergebnisse aus den Sensibilisierungsworkshops gesammelt und in einem Tool-Kit für den vorschulischen Bereich in drei Sprachen veröffentlicht und verbreitet.

Mit dieser Methodik dient das Vorhaben der Präzisierung und Ausgestaltung von Europakompetenz für die Elementarpädagogik und der Weiterentwicklung einer frühkindlichen Didaktik zum Europa-Lernen. Zugleich fördert es die regionale und grenzüberschreitende Vernetzung und Kooperation von an Europa(-didaktik) und interkulturellem Lernen Interessierten und erhöht nicht nur die berufliche Mobilität von frühpädagogischen Fachkräften, sondern kann auch die Grundlage für weitere gezielte Internationalisierungsstrategien in der Frühpädagogik schaffen.